ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

Robinson-Abenteuerfarm Rheinhausen



Die Robinson-Abenteuerfarm Rheinhausen ist eine offene sozialpädagogische Freizeiteinrichtung des Jugendamtes der Stadt Duisburg für schulpflichtige Kinder von 6 bis 14 Jahren.

Die Farm wurde 1972 als Robinson-Bauspielplatz (1994 in Robinson-Abenteuerfarm umbenannt) mit dem Ziel gegründet, die Spiel- und Lebenssituation der Stadtkinder zu verbessern. (1) Dies soll durch das Raum- und Erlebnisangebot der Farm, die persönlichen Beziehungen zwischen Betreuern und Kindern, der Kinder untereinander, der Beziehung der Kinder mit Tieren und zielgerichtete pädagogische Angebote erreicht werden.

Die Farm ist ein typischer Abenteuerspielplatz mit all seinen klassischen Elementen: Feuer, Wasser, Erde, Luft, Hüttenbau. Ferner gibt es eine breite Palette kultureller, erlebnispädagogischer, handwerklicher, sportlicher, gesundheitsfördernder und geschlechtsspezifischer Angebote. Eine Besonderheit ist die umfangreiche Klein- und Großtierhaltung.

 

Personal

Im Augenblick arbeiten auf der Farm

● 3 hauptamtliche Mitarbeiterinnen (Teilzeit, 2x ¾ und eine ½ Stelle) 

● 1 hauptamtlicher Mitarbeiter mit dem Schwerpunkt Jungenarbeit (Teilzeit 12 Stunden)

● 1 Jahrespraktikantin (Erzieherin bis 30. August 2008)

● 2 Honorarkräfte je 5 Stunden in der Woche (Sport und Tierpflege am Wochenende)

● 1 Zivildienstleistender

● 2 GWA-Kräfte Gartenbauhelfer

● 2 GWA-Kräfte Küchenhelferinnen

● 1 GWA-Kraft Unterstützung der pädagogischen Arbeit



Öffnungszeiten

● Montag bis Freitag 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr

● 1 x monatlich Samstag (2008: 3. Samstag im Monat)

● Oster- und Herbstferien: 14.00 bis 18.00 Uhr

● Sommerferien: 13.00 bis 18.00 Uhr

 

Konzept

Die pädagogische Arbeit ist gekennzeichnet durch folgende Prinzipien:

● Offenheit aller Angebote und Gruppen

● Ganzheitlichkeit

● Freiwilligkeit

● Bedürfnisorientierung

● Mitwirkung und Mitarbeit

● Umweltverträglichkeit

● Geschlechterbewusstheit (Gender Mainstreaming)

● GUT DRAUF (2)


Ziele der pädagogischen Arbeit


● Ermöglichung von Elementarerfahrungen

● Natur- und Arbeitsabläufe transparent, anschaubar und erlebbar machen

● Förderung von Bewegung und Freispiel

● Gesundheitsförderung 

● Förderung von Kreativität und Phantasie

● Förderung von positivem und akzeptierendem Sozial- und Gruppenverhalten

● Auseinandersetzung mit anderen Kulturen

● Förderung von Mitwirkung, Mitarbeit und Mitverantwortung

● Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen

 
Die Robinson-Abenteuerfarm befindet sich auf einem fünf Hektar (50.000 Quadratmeter) großen Gelände mit verschiedenen Bereichen. (3)

 

Spiel- und Sportbereiche

Sandspielplatz mit Schaukel- und Klettergerüst, Wasser-/Matschbereich, Skateboardrampe, BMX –Gelände, Bolzplatz, Streetballplatz

 

Naturerlebnisräume

Garten, Totholzbiotop, Insektenschutzwand, mannigfaltiges Gebüsch und Weideland

 

Tierbereich

Weiden, Tiergehege, Stallungen, Reitplatz, Reiterstübchen

 

Spielhaus

Küche, Spiel- und Mehrzweckraum, Werkstatt, Spielausgabe, Toiletten und Duschen

 

Blockhaus

Tischtennisraum und überdachter Freisitz

 

Weitere Unterkünfte

Grillhütte, Haus der Sinne, Mädchenhütte, Bauwagen als Jungentreff, großes Baumhaus sowie verschiedenen Lagerräume



Besondere Schwerpunkte

 

Tiergestützte Pädagogik

Bereits 1974 wurde mit einer Voliere begonnen und nach den ersten Kontakten mit Kollegen vom Bund der Jugendfarmen in Stuttgart die Tierhaltung offensiv ausgeweitet. Nach einer Probephase mit zwei Leihponys wurden eigene Ponys angeschafft. Im Augenblick hat die Farm fünf Ponys (ein Haflinger, ein Deutsches Reitpony sowie Shetlandponys), die im Offenstall leben.

Der Höhepunkt des Reitbetriebs ist das jährliche Freizeit- und Westernreitturnier (2008 zu 18. Mal) im Mai mit bis zu 60 Startern aus Duisburg, den angrenzenden Städten und dem Niederrhein. 2008 fand das Turnier zum 18. Mal statt.



Im Tierbereich leben ferner Kaninchen, Hühner, Schafe und eine bunte Ziegenherde.

Die Tiere werden von festen Gruppen betreut; die Bereiche stehen aber allen Kindern zu Verfügung, ebenso für die Projektarbeit mit anderen Gruppen.

 

Gesundheitsförderung

Seit 2006 ist die Farm (wie die anderen städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen der Offenen Arbeit der Stadt Duisburg) in die Initiative GUT DRAUF der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eingebunden. Nach einer zentralen Schulung und intensiven konzeptionellen Überlegungen zu den Bereichen Bewegung – Ernährung – Entspannung sowie entsprechenden grundlegenden Veränderungen des pädagogischen Alltagsbetriebes wurde die Robinson-Abenteuerfarm im Juni 2008 als GUT DRAUF-Einrichtung anerkannt und zertifiziert.

 
Ernährung

● kostenloses Trinkangebot

● gesunde Mahlzeiten meist in Form von Obst- und Gemüse (Kooperation mit Immersatt e.V.) (4)

● einmal wöchentlich Kinderrestaurant

● Thementage (Zucker/Zähne, voll Fett, Fit in den Frühling)

● Essensfeste

 

Entspannung

 
● Ruhezonen (Mal- und Leseecke, Hängemattenland, Gartenecke)

● Vorlesen

● Haus der Sinne

● Phantasiereisen

● Massagen

 

Bewegungsangebote

Freispiel, Klettern, Kanu fahren, Reiten, Fitnesspass, Fußballtraining und anderes mehr

Einmal jährlich wird in Kooperation mit den anderen beiden städtischen Abenteuerspielplätzen eine mehrtägige GUT DRAUF-Freizeit veranstaltet.

 

Kooperation Jugendhilfe – Schule

Seit mehreren Jahren kooperiert die Robinson-Abenteuerfarm aktiv mit der benachbarten Gemeinschaftsgrundschule Am Borgschenhof. In diesem Rahmen finden statt:

● einmal wöchentlich ein offenes Fußballangebot für Jungen

● jedes Schulhalbjahr eine Mädchen-AG Selbstbehauptung gemeinsam mit einer Lehrerin der Schule

● Nutzungsmöglichkeit von schulischen Räumen für Projekte und Ferienprogramme (Schwarzlichttheater, Theaterprojekt mit Mädchen)

● Beteiligung und Unterstützung bei Veranstaltungen (Sommerfest, Trödelmarkt, Jubiläum)

● Beteiligung an Schulprojekten (Stadtteilerforschung, Mediation)

● 2 Angebote für den offenen Ganztag

  ● Erleben und Entdecken

  ● Rund ums Pferd

● In den Oster- und Herbstferien gibt es eine Betreuungsgruppe für Grundschüler, 20 Kinder von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Die Anmeldung erfolgt über das Schulamt, der Träger ist der Verein für Kinderhilfe und Jugendarbeit e.V.

 

Vernetzung im Stadtteil

Koordination Mädchen-Arbeitskreis Duisburg-West, Arbeitskreis Kinder und Jugend Rheinhausen, Netzwerk Mediation und Konfliktmanagement.

Für Schulklassen, Kindertageseinrichtungen und jugendpflegerische Veranstaltungen steht die Farm auch für Feste, Ausflüge, Übernachtungsaktionen, Projekttage und Projektwochen nach Absprache zur Verfügung.

Zur Unterstützung der Farmziele hat sich 1991 ein Förderverein gegründet.

Alle aktuellen Infos zum Wochen- und Ferienprogramm sowie anderen Veranstaltungen findet man im Internet

Kontakt

Robinson-Abenteuerfarm
Saarstraße 9
47229 Duisburg
02065/22 623

 

Die Robinson-Abenteuerfarm Rheinhausen ist eine der „guinessverdächtigen“ Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Entstanden 1972, gehört sie zu den traditionsreichen Einrichtungen der Abenteuerspielplatz-Szene der Gründerzeit im Lande. Unter den „Fittichen“ von Hans Beinke, dem ehemaligen Jugendpfleger der Stadt Rheinhausen (später im Duisburger Westen), gedieh sie früh zu einer beachtlichen Einrichtung. Nach der Eingemeindung wurde mit ihr gewissermaßen ein Stück Jugendhilfequalität in die Stadt Duisburg integriert, das sich nach wie vor mit Qualität auf hohem Niveau präsentiert. Ebenso gehört die Farm seit 1974 zu den frühen und treuen Mitgliedern im ABA Fachverband. Diese Mitgliedschaft wird von den Verantwortlichen der Einrichtung seitdem aktiv gepflegt. Mit dem beschriebenen Gelände von 50.000 Quadratmetern haben wir es mit dem flächenmäßig größten Abenteuerspielplatz in NRW zu tun. Das überaus reichhaltige und absolut kindgerechte Angebot spricht für sich. Einem größeren „Publikum“ wurde die Einrichtung 1990 bekannt. Seinerzeit fand hier eine Woche lang ein vom ABA Fachverband organisiertes und vom Land NRW gefördertes bundesweites Pfingstcamp für Kinder statt, an dem sich 500 Personen beteiligten. Für das Angebot als solches, die gleichbleibende Qualität der Arbeit und die Bemühungen um eine andauernde attraktive, konzeptionelle Weiterentwicklung vergibt der ABA Fachverband gern vier (****) Sterne.

 

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(1) Bis 1975 war Rheinhausen kreisangehörige Stadt im Kreis Moers. Am 1. Januar 1975 wurde es zu Duisburg eingemeindet und bildet seitdem dort einen Stadtbezirk mit gegenwärtig gut 78.000 Einwohnern. Die Gründung des Abenteuerspielplatzes geschah demnach seinerzeit noch unter der kommunalen Hoheit der ehemaligen Stadt Rheinhausen.

(2) Auf der Grundlage eines integrierten Aufklärungskonzeptes hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Jugendaktion GUT DRAUF entwickelt. Ziel dieser Aktion ist es, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten wie auch die Stressbewältigung der 14- bis 18-jährigen Jugendlichen nachhaltig zu verbessern und damit einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten.

(3) In der Präsentation der Erlebniswelt Fredenbaum (Mai 2007) in unserer Sparte Qualität: Inspiration hatten wir berichtet, dass wir es bei dieser Dortmunder Einrichtung vermutlich mit dem größten Platz in Nordrhein-Westfalen (30.000 Quadratmeter) zu tun haben. Diese Einschätzung muss hiermit insofern revidiert werden, als die Robinson-Abenteuerfarm Rheinhausen nach wie vor über das größte Gelände im Land verfügt. Allerdings gilt es zu konstatieren, dass die reinen Aktivitätsflächen in der Erlebniswelt Fredenbaum vermutlich mehr Platz einnehmen, als dies in Rheinhausen – etwa wegen der integrierten Weideflächen für die Tiere – der Fall ist.

(4) http://immersatt.org

 

Seite eingestellt: 1. Juli 2008

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22. April 2009

 

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