ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

aki - Kinder- und Jugendzentrum Meschede

aki – Kinder und Jugendzentrum Meschede

Der aki wurde 1973 von einer Elterninitiative als Abenteuerspielplatz gegründet. Für eine Kleinstadt im konservativen Sauerland ist dies bis heute eine Besonderheit. Nach einer bewegten Anfangsphase übernahm 1982 die Diakonie die Trägerschaft und führt den aki in bewährter Form bis heute weiter. Der aki ist heute ein Kinder- und Jugendzentrum mit Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern. Dementsprechend sind Haus, Außengelände und Angebote gestaltet.

Noch etwas zum Haus: Nachdem das alte Gebäude kurz vor Weihnachten 2003 vollständig abgebrannt ist, wurde trotz knapper Mittel sofort mit der Planung für ein neues Haus begonnen. Das war nur durch die Unterstützung des Hochsauerlandkreises und die mutige Bereitschaft der Diakonie Hochsauerland-Soest als Träger möglich. Seit April 2005 ist das neue Haus bezogen und die Besucherstatistik zeigt, dass ein attraktives und funktionales Gebäude auch mehr Kinder anspricht. Ganz nebenbei erleichtert es auch an vielen Stellen die Arbeit des Teams.

Drei hauptamtliche MitarbeiterInnen werden vom Hochsauerlandkreis finanziert (bei Wiederbesetzung nur noch 2,5) und bilden mit derzeit einem Zivi und PraktikantInnen das Team des aki.

Der aki hat das ganze Jahr werktags geöffnet, mittlerweile auch jeden zweiten Samstag. Im Jahr 2005 waren das 260 Öffnungstage bei durchschnittlich 60 BesucherInnen am Tag. Der aki ist offen für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren. Die unter 12-Jährigen machen 60 Prozent der BesucherInnen aus. Ebenfalls 60 Prozent sind männliche Besucher. Auffallend ist das weitgehend harmonische Miteinander der BesucherInnen über Alters- und Herkunftsgrenzen hinweg.

Das Haus ist erster Anlaufpunkt für die BesucherInnen, die ab 14.00 Uhr zum aki kommen. Im ca. 50 Quadratmeter großen Offenen Bereich findet man einen Ansprechpartner vom Team, Spiele und meist auch frisches Obst oder Gemüse, das wir täglich als Spenden bekommen. Die Küche bietet ausreichend Platz, mit Kindern zu kochen und zu backen.

Im Toberaum können die Kinder toben, boxen, Fußball spielen, klettern oder auch Verstecken im Dunkeln spielen. Daneben liegt die ebenfalls 50 Quadratmeter große Werkstatt, in der neben den klassischen Holzarbeiten auch Metall bearbeitet wird. Seit diesem Jahr ist auch eine Fahrradwerkstatt eingerichtet, mit der Möglichkeit, das eigene Fahrrad zu reparieren oder ein „neues“ altes Fahrrad fertig zu machen und mitzunehmen.

In der zweiten Etage ist ein Discoraum, der zum Tanzen oder Musikhören einlädt. Daneben befindet sich ein Gruppenraum für besondere Angebote mit kleineren Gruppen.

Draußen gibt es etwa 7000 Quadratmeter, die nicht eingezäunt sind und zum kreativen Erobern einladen. Neben einem viel benutzen Sportplatz gibt es den Spielplatz mit Seilbahn, Nestschaukel, Rutsche und großem Sand-Matsch-Bereich. Direkt daneben ist ein kleiner Bachlauf. An der Feuerstelle wird gekokelt, gekocht, gebacken und mit Feuer gespielt. Im Krempel (dem Bauwagen) werden Sandspielzeug, Stühle, Tische, Planschbecken, Tennis, Inliner, Gummistiefel, Garten- und Bauwerkzeuge aufgehoben, die sich die Kinder dort ausleihen können.

Der Baubereich liegt auf der anderen Bachseite in einem kleinen Wald. Hütten werden immer gebaut, wenn genügend Holz da ist. Ein Garten mit verschiedenen Beeten für Kinder, Gemeinschaftsbeet und Kräuterspirale ist die Grenze.

Neben dem räumlichen Angebot gibt es regelmäßige pädagogische Freizeitangebote wie Mädchentreff, den Aki Boys Club, ein wöchentliches Sportangebot in einer Turnhalle sowie wechselnde Angebote in der Küche oder der Werkstatt. Ein Bulli ermöglicht Fahrten und Ausflüge. Wenn es möglich ist, sind alle Bereiche und Räume für die Kinder offen und, so gut es geht oder soweit es überhaupt notwendig ist, auch vom Team betreut.

In den Ferien werden die Öffnungszeiten erweitert und spezielle Ferienprogramme, Projekte und Fahrten angeboten.

Der aki kann von Schulklassen oder der Nachmittagsbetreuung genauso genutzt werden wie von anderen Gruppen, die sich vorher anmelden müssen.

Verschiedene Arbeitskreise nutzt das Team zur Vernetzung. Eine tägliche Reflexion der Arbeit beinhaltet auch die Erhebung statistischer Daten, die für die Arbeit relevant sind oder auch im Wirksamkeitsdialog mit dem Jugendamt nachgefragt werden.


Kinder- und Jugendzentrum Meschede
Lanfertsweg 21
59872 Meschede
0291/4715

aki@diakonie-ruhr-hellweg.de


www.aki-meschede.de


Der aki ist in etwa zeitgleich mit der Eintragung des ABA Fachverbandes – damals noch Landesarbeitsgemeinschaft Abenteuer-, Bau- und Aktivspielplätze/LAG ABA – in das Vereinsregister gegründet worden. Von Anfang an gab es lebhafte Kontakte zwischen der Einrichtung und dem Verband. Manche Zeitgenossen erinnern sich heute noch an das seinerzeit für das Hochsauerland ungewöhnliche Engagement. Nachdem der aki sich zwischenzeitlich immer mehr zu einer reinen Jugendeinrichtung entwickelt hatte, gelang es dem gegenwärtigen Team, in der Gartenstadt in Meschede ein echtes Kleinod für Kinder und Jugendliche zu konzipieren. Nicht nur das neue Gebäude ist attraktiv. Das Außengelände kommt mit seinem Bachlauf und den zahlreichen Möglichkeiten den Interessen der Besucherinnen und Besucher auf außergewöhnliche Weise entgegen. Dass eine Einrichtung mehr als drei Jahrzehnte erhalten werden konnte und sich immer wieder weiterentwickelt und seitens ihrer pädagogischen Qualifizierung kontinuierlich zugelegt hat, verdient besondere Erwähnung. Dem Hochsauerlandkreis kann gratuliert werden, dass er diese Arbeit nach wie vor engagiert unterstützt. Der ABA Fachverband vergibt für die Präsenz und die Aktivitäten des aki gern vier (****) Sterne.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22. April 2009


 

 

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