ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

GEMA

Info der Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen e.V. - GEMA-Brief zum Tarif VR-Ö

 

Arbeitsgemeinschaft „Haus der Offenen Tür“ NRW (AGOT-NRW)

Von Brigitte Kempkes, Norbert Hubweber und Bernd Opitz

 

Das GEMA-INFO

Vertragsgrundlagen und Regelungen für freie und kommunale Träger und Leitung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Stand: Juni 2009

Was jede Offene Kinder- und Jugendeinrichtung wissen sollte:

Seit dem 1.7.2004 gibt es bundesweit einen speziellen Tarif für Musikdarbietungen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, den sog. „WR-OKJE-Tarif“. Grundlage ist der Gesamtvertrag, den die Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen (BAG-OKJE e.V.) im Jahre 2004 mit der Verwertungsgesellschaft GEMA abgeschlossen hatte. Der „WR-OKJE-Tarif“ ermöglicht es seitdem allen nach SGB VIII (KJHG) anerkannten freien und kommunalen Trägern von Offener Kinder- und Jugendarbeit, die Mitglied in der BAG-OKJE e. V. bzw. in einer der Bundesarbeitsgemeinschaft angeschlossenen Mitgliedsorganisation sind, die Vergütungspflicht für Musikwiedergaben im Regelbetrieb ihrer Einrichtungen nach einem Jahrespauschaltarif - und nun auch für eine kürzere Laufzeit nach einem Monats-oder Vierteljahrespauschaltarif - mit der zuständigen GEMA-Bezirksdirektion abzurechnen. 

Ab dem 1.7.2006 war eine einschränkende Vertragsänderung in Kraft getreten, die sich auf Veranstaltungen mit Tonträgerwiedergabe und mit Tanz (z. B. Jugenddiscos) bezieht. Weitere Neuerungen zum bisherigen „WR-OKJE-Tarif“ kamen im Sommer 2008 infolge zusätzlicher berechtigter Vergütungsansprüche der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) und der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort), deren Inkassomandat die GEMA wahrnimmt, neben den Vergütungsbeträgen für die GEMA hinzu. Außerdem wurde der „WR-OKJE-Tarif“ um die Lizenzierung des Erwerbs von Vervielfältigungsrechten zu einem verminderten Prozentsatz in Höhe von 30% der GEMA-Wiedergaberechte ergänzt. 

Demnach ergeben sich aktuell folgende Regelungen:

Grundsätzlich:

Wer auf der Grundlage des Gesamtvertrages einen Lizenzvertrag mit der GEMA abschließen will, aber noch in einem anderen Einzelvertrag mit der GEMA eingebunden ist, muss diesen zunächst - unter Einhaltung der vereinbarten Fristen - kündigen.

Zum Kreis der Begünstigten gehören alle diejenigen Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen in freier oder in öffentlicher Trägerschaft, 

● die Mitglied in der BAG-OKJE e.V. oder

● die Mitglied in einer der BAG-OKJE e.V. angeschlossenen Organisationen sind.

Dazu muss die Einrichtung seitens der BAG-OKJE e.V. der GEMA gemeldet sein.

Weitere Voraussetzung ist bei eigenständigen freien Trägern (e.V., gGmbH u. ä.) der Nachweis der  Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe nach § 75 Abs. 1-3 SGB VIII. Neben dem örtlichen öffentlichen Träger der Jugendhilfe nach § 69 SGB VIII (Kommune) sind alle Kirchengemeinden per se (§ 75 Abs. 3 SGB VIII) anerkannt. Die Träger müssen die Aufgaben der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen des gesetzlichen Auftrages nach §§ 11 bis 13 SGB VIII leisten. Zielgruppe ihrer Arbeit müssen Kinder, Jugendliche und junge Volljährige i. S. v. § 7 SGB VIII sein.

Jede Offene Kinder- und Jugendeinrichtung, die diese Voraussetzungen erfüllt, kann einen individuellen „Lizenzvertrag“ mit der zuständigen GEMA-Bezirksdirektion (Adresse siehe S. 6) abschließen, wenn für sie die Konditionen des Gesamtvertrages von Vorteil sind und sie von den pauschalen Vergütungssätzen profitieren will. 

Der Gesamtvertrag ermöglicht es,

● die Vergütungspflicht für Musikdarbietungen im Regelbetrieb nach einem Jahres-, Vierteljahres- oder auch Monatspauschaltarif abzurechnen;

● für Musikdarbietungen, die nicht unter die Pauschale fallen, einen Nachlass von 20% gegenüber dem Normaltarif zu erhalten.

Entsprechend dem BAG-Gesamtvertrag gelten nach dem WR-OKJE-Tarif für jede begünstigte Einrichtung nur noch zwei pauschale Basisvergütungssätze. 

Diese Vergütungssätze können - bei entsprechenden Voraussetzungen - als Jahres-, Vierteljahres- oder Monatssätze in Anspruch genommen werden. Das bedeutet, dass Einrichtungen, die nur an wenigen Monaten im Jahr Musikdarbietungen anbieten, punktgenau und damit kostengünstig abrechnen können:

                   

 

       jeweils zzgl. 7% USt.  

 
 

jährlich

 
 

vierteljährlich

 
 

monatlich

 
 

 1.    Musikdarbietungen

 

        an bis zu 16 Tagen im Monat

 
 

150,-  

 
 

41,25 €

 
 

15,-  

 
 

 2.    Musikdarbietungen

 

        an mehr als 16 Tagen im Monat

 
 

200,-  

 
 

55,-  

 
 

20,-  

 

Ggf. kommen zu diesen GEMA-Basisvergütungssätzen für Musiknutzungen in Form von Tonträger- bzw. Bildtonträgermusik und für Hör- bzw. Fernsehfunkwiedergabe noch zusätzliche Beiträge (Zuschläge)  für die GVL und die VG Wort hinzu (s. Zuschlagstabelle im Anhang „Tarifinformation zu den Vergütungssätzen WR-OKJE“).

Mit der Zahlung einer solchen Jahres-, Vierteljahres- oder Monatspauschale nach dem „WR-OKJE-Tarif“  sind sämtliche Musikdarbietungen abgegolten, die

● im eigenen Namen und

● auf eigene Rechnung der Begünstigten erfolgen, und

● bei denen kein Eintrittsgeld oder sonstiges Entgelt (z. B. für ein Freigetränk) von mehr als 5 € erhoben wird (Sonderregelung für Veranstaltungen mit Tonträgerwiedergabe und mit Tanz siehe weiter unten).

Der Begriff „Musikdarbietungen“ umfasst dabei alle Musikangebote im Regelbetrieb einer Offenen Kinder- und Jugendeinrichtung des begünstigten Trägers: Hintergrundmusik, Discos, Partys, Live-Konzerte, Einzelveranstaltungen auch in Verbindung mit Tanz, Radio, Fernsehen, Kassetten-/Videorecorder, CD-/ DVD-Player sowie Aufführung urheberrechtlich geschützter Tonwerke in Video-/Tonfilm­vor­füh­rungen. Somit entfällt die bisherige Differenzierung bei der GEMA-Vergütung nach „Einzelveranstaltungen“ und „Dauernutzungen“. 

Zum ständigen Einrichtungsbetrieb (Regelbetrieb) zählen auch Spielmobile u. ä. bewegliche Angebote, die regelmäßig zur Durchführung von Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit genutzt werden.

Für Musikdarbietungen, bei denen das Eintrittsgeld oder sonstige Entgelt mehr als 5.- € beträgt - die also nicht durch die Pauschale abgegolten sind - räumt der Gesamtvertrag Vorzugsvergütungssätze ein: 

Es gelten hier die jeweils gültigen Vergütungssätze der GEMA, wie sie im Bundesanzeiger veröffentlicht sind, unter Abzug eines Gesamtvertragsnachlasses von 20 Prozent. Diese Veranstaltungen sind spätestens drei Tage vor Durchführung (mit Bezug auf den Gesamtvertrag) der jeweils zuständigen Bezirksdirektion der GEMA zu melden.

Dasselbe gilt für Musikdarbietungen, die

● nicht im Rahmen des Regelbetriebes des begünstigten Trägers (z. B. Veranstaltungen außerhalb der ständigen Einrichtung oder des ständigen beweglichen Angebotes) oder

● nicht in alleiniger Verantwortung des begünstigten Trägers, sondern in Kooperation mit anderen Organisationen stattfinden.

Auch hier gilt: Normaltarif abzüglich 20 Prozent Gesamtvertragsnachlass.

Eine vorherige Anmeldung der durch Lizenzvertrag pauschal abgegoltenen Musikdarbietungen ist nicht mehr erforderlich. Wohl muss man nach jeder Veranstaltung mit Live-Musik innerhalb einer Woche der zuständigen Bezirksdirektion der GEMA ein genaues Musikprogramm zusenden, weil die Programme/Musikfolgelisten für die Verteilung der Tantiemen an die UrheberInnen erforderlich sind. Entsprechende Formulare werden auf Anforderung von der GEMA unentgeltlich zur Verfügung gestellt bzw. stehen im Internet bereit.

Träger mit mehreren Einrichtungen müssen verbindlich und korrekt die Anzahl der Einrichtungen mit dem Umfang der monatlichen Musikdarbietung (unter oder über 16 Tage/Monat) melden. 

Veränderungen sind ohne Aufforderung anzuzeigen.


Sonderregelung für Jugenddiscoveranstaltungen mit Tonträgermusik:

Bei Veranstaltungen mit Tonträgerwiedergabe und mit Tanz (z. B. Jugenddiscos) gelten besondere Regelungen. Hier darf

● das Entgelt pro BesucherIn und Veranstaltung nicht mehr als 3 € betragen,

● die Größe der beschallten Fläche 200 qm nicht überschreiten,

● der Jahresumsatz der Einrichtung nicht höher als 30.000.- € sein und 

● muss sich die Veranstaltung in ihrer sozialen oder erzieherischen Zweckbestimmung ausschließlich an Kinder, Jugendliche und junge Menschen bis zum Alter von 27 Jahren richten.

Der Träger der Einrichtung muss die Anwendung des „WR-OKJE-Tarifes“ auf solche Veranstaltungen zusätzlich beim Abschluss des Lizenzvertrages oder danach rechtzeitig vor der Nutzung dieser Rechte bei der zuständigen GEMA-Bezirksdirektion beantragen und hierbei versichern, dass die im Tarif genannten Voraussetzungen für die Anwendung vorliegen.

Die festgelegte maximale Höhe des Jahresumsatzes (30.000 €) soll sicherstellen, dass es sich um eine nichtkommerzielle Einrichtung handelt. Bei dieser Summe werden öffentliche Zuschüsse zu Personal- oder Mietkosten nicht als Umsatz berücksichtigt. Überprüfungen der Angabe werden nur in begründeten Einzelfällen vorgenommen.



Weitere Änderungen und Ergänzungen - gültig seit 2008:


Vervielfältigungsrechte:

Der Gesamtvertrag zwischen BAG-OKJE e.V. und GEMA erfasste bis 2008 nur das öffentliche Abspielen von Original-Tonträgern. Jede Form von Kopie, Sicherheitskopie, das Kopieren auf PC und Abspielen der Musiktitel von diesem, das Abspielen selbst gebrannter CD`s oder der Anschluss von MP3-Playern an die Anlage - all das war vom Gesamtvertrag und „Tarif WR-OKJE" nicht abgedeckt.

Ab 2008 wurde der „Tarif WR-OKJE“ um die Lizenzierung des Erwerbs von Vervielfältigungsrechten zu einem verminderten Prozentsatz ergänzt. Inhaber eines Lizenzvertrages nach dem „Tarif WR-OKJE“ können nunmehr - zusätzlich zum bestehenden Vertrag - für einen  Prozentsatz in Höhe von 30 Prozent der GEMA-Wiedergaberechte (der unverminderte Prozentsatz würde 50 Prozent der GEMA-Wiedergaberechte betragen) die Rechte für das öffentliche Abspielen von Tonträgern mit legal kopierter Musik (selbst gebrannte CD`s, MP3-Dateien, Musikwiedergabe von einem PC usw.) erwerben. Hinzu kommt noch der Zuschlag für die GVL mit 10% (s. hierzu Zuschlagstabelle im Anhang).


Zuschläge auf den „Tarif WR-OKJE“ für die GVL und VG Wort bei Tonträger- und Bildtonträgerrmusik:

Bereits im Jahr 2007 hatte die GEMA begonnen, beim Abschluss bzw. bei der Verlängerung von Jahreslizenzverträgen nach dem Tarif WR-OKJE zusätzliche Beiträge für die GVL und die VG Wort zu berechnen. Die hierdurch entstandenen Unklarheiten und Irritationen konnten in mehreren Verhandlungsgesprächen zwischen der BAG-OKJE und den GEMA-Generaldirektionen sowie der Rechtsabteilung der GEMA ausgeräumt werden.

Bzgl. der öffentlichen Musikwiedergabe von Ton- und Bildtonträgern ist der Vergütungsanspruch der GVL und der VG Wort gegenüber den Trägern der Offenen Kinder- und Jugendarbeit rechtlich nicht zu bestreiten, so dass im Falle einer solchen Nutzung zusätzliche Beiträge (Zuschläge) gezahlt werden müssen (s. auch Anhang „Tarifinformation zu den Vergütungssätzen WR-OKJE“).

Der Anspruch besteht hin­gegen nicht für die Wiedergabe von Live-Musik (Veranstaltungen mit Live-Musik wie Konzerte mit Musik-Bands, Orchestern etc.). Eine generelle Regelung zu diesen Vergütungsansprüchen enthielt auch schon der seit 2004 bestehende Gesamtvertrag zwischen BAG-OKJE und GEMA; bislang offen war aber deren Umsetzung in die Praxis. Diese Frage wurde 2008 im Verhandlungswege mit der GEMA geklärt.

Die GEMA nimmt seit jeher für die Verwertungsgesellschaften GVL und VG Wort das Inkassomandat wahr. Im Einzelnen können es folgende Zuschläge sein:

Basis ist jeweils der Vergütungssatz des „WR-OKJE-Tarifes“  (150 bzw. 200 €).

Davon werden dann berechnet

● 20 Prozent für Tonträgerwiedergabe für die GVL,

● 26 Prozent für Hör- bzw. Fernsehfunkwiedergabe für die GVL,

● 26 Prozent für Bildtonträgerwiedergabe für die GVL,

● 10 Prozent für die Nutzung des Vervielfältigungsrechts für die GVL,

● 20 Prozent für Hör- bzw. Fernsehfunkwiedergabe für die VG Wort.

Eine detaillierte Übersicht gibt die Zuschlagstabelle im Anhang „Tarifinformation zu den Vergütungssätzen WR-OKJE“. Diese Tabelle mit den einzelnen Zuschlagstarifen soll die Berechnung der Höhe der an die GEMA zu zahlenden Jahressummen durchschaubar machen entsprechend dem für die Einrichtung passenden Nutzungsprofil. Zur bundesweiten Umsetzung wurde vereinbart, dass die GEMA-Bezirksdirektionen eine einzelfallabhängige Lizenzierung vornehmen. Damit soll grundsätzlich sichergestellt werden, dass jede Einrichtung selbst über den Umfang der erforderlichen Lizenzierung gemäß ihrer Praxis der Musiknutzungen im Jugendhaus entscheidet. 

Durch den Gesamtvertrag ist sichergestellt, dass der Zuschlag der GVL und/oder für die VG Wort nicht pauschal (d.h. egal ob eine Nutzung vorliegt oder nicht) berechnet wird, vielmehr kann jede Einrichtung entsprechend ihrem Nutzungsprofil die Ansprüche abgelten. Wenn also z.B. kein Radio und kein TV-Gerät in der Einrichtung genutzt wird, entfällt selbstverständlich der 26% Zuschlag für die GVL und der 20% Zuschlag für die VG Wort. 

Zur korrekten Ermittlung der Zuschläge versendet die GEMA vor Abschluss eines neuen bzw. Verlängerung eines bestehenden Lizenzvertrages einen Fragebogen. Darin werden die einzelnen tatsächlichen Nutzungsmöglichkeiten abgefragt. 

Eine Ausfüllhilfe der BAG-OKJE zu dem von der GEMA verschickten Fragebogen sowie den Fragebogen selbst schicken wir auf Anforderung gerne zu.

Der Zuschlag je Recht („GVL-Wiedergabe“, „VG-Wort“, „Kopierrecht“ oder „Vervielfältigung“) wird nur einmal erhoben. Es wird (bei Vorliegen mehrerer oder sämtlicher der verschiedenen möglichen Musiknutzungen) dann jeweils der höhere Satz berechnet. Die Zuschläge werden auch nicht rückwirkend geltend gemacht, sondern erst ab dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bzw. der Vertragsverlängerung.


Spezielle Informationen für Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen in freier Trägerschaft in NRW:

Alle Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen in freier Trägerschaft, die Mitglied in ihrem jeweiligen Landes-/Dachverband (LAG Kath. Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW, ELAGOT-NRW, FBF-NRW, ABA-Fachverband) sind, haben die Berechtigung, den Pauschaltarif (Jahres-, Vierteljahres- oder Monatspauschale) zu nutzen und den entsprechenden Lizenzvertrag abzuschließen, da die Dachverbände über den Landesverband „AGOT-NRW“ der BAG-OKJE e. V. direkt angeschlossen sind. 

Dem Dachverband gegenüber ist die Absicht der Nutzung des Gesamtvertrages schriftlich zu erklären, damit dieser die entsprechende Einrichtung an die GEMA melden kann (vgl. weiter oben).

Für Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen in freier Trägerschaft, die zu keinem dem der AGOT-NRW zählenden Landes-/Dachverband angehören, gelten die gleichen Bedingungen wie unter „Infos für Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen in kommunaler Trägerschaft“ beschrieben (s. u.).


Besonderer Hinweis:

Da die GEMA bereits in früheren Jahren z.B. mit den Kirchen, mit kirchlichen und anderen Verbänden oder Organisationen Pauschal- bzw. Gesamtverträge abgeschlossen hat, ist auf diese Sonderregelungen im Einzelfall zu achten.

 

Spezielle Informationen für Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen in kommunaler Trägerschaft in NRW:

In Nordrhein-Westfalen können sowohl kommunale als auch keinem Landes- bzw. Dachverband angehörende Träger Offener Kinder- und Jugendeinrichtungen im Sinne des SGB VIII (also all diejenigen, die nicht zur AGOT-NRW gehören) die passive Mitgliedschaft in der AGOT-NRW beantragen, um durch die BAG- OKJE e. V. der GEMA gegenüber vertreten zu werden und damit zu den Begünstigten des Gesamtvertrages zu zählen.

Dazu ist es nötig, einen Antrag auf passive Mitgliedschaft zu stellen und gleichzeitig der AGOT-NRW gegenüber die Einrichtungen des Trägers - wenn es mehrere sind - zu melden (genaue Bezeichnung, Anschrift, Ansprechperson), die am Gesamtvertrag partizipieren sollen.

Pro gemeldeter Einrichtung wird zum Beginn eines jeden Kalenderjahres der Mitgliedschaft ein Mitgliedsbeitrag in Höhe von 25.- € fällig, der auf das Konto der AGOT-NRW zu überweisen ist. Der Träger der Einrichtung/en erhält von der AGOT-NRW eine entsprechende Rechnung.

Die AGOT-NRW meldet die entsprechenden Einrichtungen über die BAG-OKJE e. V. an die GEMA weiter.


Was sonst noch wichtig ist:

 

● Für NRW zuständige GEMA-Bezirksdirektion:

   GEMA-Bezirksdirektion NRW
   Südwall 17-19
   44137 Dortmund
   Tel. 0231/57701-0
   Fax: 0231/57701-120

   E-Mail

● Auf der Internetseite der GEMA  finden sich weitere Informationen sowie alle regulären Vergütungstarife und Formulare zur Meldung von Veranstaltungen.

 

● Alle Landes-/Dachverbände bieten neben schriftlichen Informationen auch auf ihren Homepages Hinweise zum Gesamtvertrag:

BAG Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen e.V. (BAG- OKJE)

Arbeitsgemeinschaft “Haus der Offenen Tür” NRW (AGOT-NRW)

LAG Kath. Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW (KLAG)

Ev. Landesarbeitsgemeinschaft Offene Türen NRW (ELAGOT)

Falken Bildungs- und Freizeitwerk NRW e.V. (FBF)

ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V. (Sie befinden sich zurzeit auf den Seiten des ABA Fachverbandes, Rückfragen: 0179.2110473))


● Für Rückfragen zur Nutzung der bestehenden Regelungen sowie zur Klärung von Anfragen bezüglich einer passiven Mitgliedschaft (z.B. Mitgliedschaftsantrag) wenden Sie sich an:

Arbeitsgemeinschaft “Haus der Offenen Tür” NRW (AGOT-NRW)

    Postfach 10 22 53
    40013 DüsseldorF
    Graf-Recke-Str. 209
    40237 Düsseldorf
    Tel. 0211/3610-264
    Fax  0211/3610-260

    E-Mail

 

Anhang

Tarifinformation der GEMA und der BAG-OKJE zu den Vergütungssätzen WR-OKJE mit Zuschlagstabelle

Tarifinformation zu den Vergütungssätzen WR-OKJE

 

Neben den in den Vergütungssätzen WR-OKJE genannten Vergütungsbeträgen für die GEMA, können weitere Vergütungen für andere Verwertungsgesellschaften anfallen.

Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung und der Kostenreduzierung werden diese Vergütungen ebenfalls von der GEMA erhoben, d. h. die GEMA ist von den anderen Verwertungsgesellschaften zum Inkasso mandatiert.

Folgende weitere Verwertungsgesellschaften können bei der Musiknutzung in Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit berührt sein:


GVL - Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten

Die GVL nimmt die Leistungsschutzrechte der Tonträger- und Bildtonträgerhersteller sowie der Interpreten wahr. Diese Rechte werden immer dann berührt, wenn die Musiknutzung in Form von Tonträger- oder Bildtonträgermusik erfolgt.


VG Wort – Verwertungsgesellschaft Wort

Die VG-Wort nimmt die Rechte der Wortautoren wahr. Dieses können sowohl Schriftsteller, als auch Nachrichtensprecher, Kommentatoren, Berichterstatter etc. sein.

Diese Rechte werden grundsätzlich bei der Wiedergabe von Rundfunk- und Fernsehsendungen berührt. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um die Wiedergabe von Sendungen privater oder öffentlich-rechtlicher Einrichtungen handelt.

Die vorstehend genannten Rechte werden in Form von Zuschlagstarifen auf den GEMA-Tarif berechnet.

Diese Zuschläge werden im Folgenden dargestellt:

Der Zuschlag je Recht („GVL-Wiedergabe“, „VG-Wort“, „Kopierrecht“ oder „Vervielfältigung“) wird nur einmal erhoben. Es wird jeweils der höhere Satz berechnet.

Vorstehende Die Beträge in der Tabelle sind die Vorzugsvergütungssätze, d.h. der Gesamtvertragsnachlass aufgrund der Mitgliedschaft bei einem Gesamtvertragspartner der GEMA ist bereits in Abzug gebracht worden.

Maximaler Jahresumsatz bei Tonträgerwiedergabe mit Tanz

Die festgelegte maximale Höhe des Jahresumsatzes in der angegebenen Definition soll sicherstellen, dass es sich um eine nicht-kommerzielle Einrichtung handelt. Überprüfungen der Angabe werden nur in begründeten Einzelfällen vorgenommen.

 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15. Juli 2013 (cr)

 

 

 

 

 

 

 

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