ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

August 2010


Grafik: Daniel Fritsche

Möchten Sie eigentlich einmal gern erfahren, wie die Bilder zu unserer Aktuellen Monatsseite entstehen? Sie können unserem Künstler Daniel Fritsche im Film über die Schulter schauen. Viel Spaß!

 

Aktuell im August

39. Internationaler Spielmobilkongress 2010  vom 29. September bis zum 3. Oktober im Ruhrgebiet


Grafik: Daniel Fritsche, Dortmund

Inzwischen liegen bereits über 80 Anmeldungen für den 39. Internationalen Spielmobilkongress im Ruhrgebiet vor. Auch mit Blick auf die knapper werdenden Unterkunftsmöglichkeiten wäre es sinnvoll, sich möglichst rasch anzumelden. Stattfinden wird der Kongress vom 29. September bis zum 3. Oktober 2010. Er beschäftigt sich mit der veränderten Kindheit heute und den damit verbundenen Erneuerungsprozessen der Spielmobilarbeit. Eingeladen sind über die Spielmobilszene hinaus auch andere Interessierte, etwa aus den übrigen Feldern der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die Fachtage mit Vorträgen und Workshops werden am Donnerstag, dem 30. September, und am Freitag, dem 1. Oktober, jeweils von 9.30 Uhr - 18 Uhr sein. Ort: Universität Duisburg-Essen, Campus Essen. Darüber hinaus wird es fünf dezentrale Spielfeste geben. Diese finden unter dem Motto „Spielend die Welt entdecken“ in Essen, Bottrop, Oberhausen, Herne und Dortmund am Samstag, den 2. Oktober 2010 zeitgleich von 13 - 17 Uhr statt.

Den Kongress vorbereitend haben wir die Gelegenheit genutzt, diverse "Prominente" zum Thema "Spielen im Jahr 2020" zu befragen. Die Antworten gibt es auf speziellen Seiten im ABA-Netz.

Weitere Informationen, Anmeldungen usw. über die Internetseite zum Kongress. Die Seite ist auch über das ABA-Netz zu erreichen und zwar über den Link Internationaler Spielmobilkongress 2010.


Infoschreiben des ABA Fachverbandes

Am 2. September 2010 hat der ABA Fachverband das Schreiben Veränderte Kindheit – ein Thema für (fast) alle" über seinen großen Verteiler versandt. Über diesen Verteiler werden in der Regel die i-Punkt-Bezieher versorgt. Der i-Punkt konnte im September 2010 krankheitsbedingt erstmalig nicht erscheinen. Interesse am Schreiben?

Für die Pressemappe zum Kongress haben

 


Mitgliederinterner Bereich im ABA-Netz

Sofern Sie Mitglied sind und Interesse an einem Zugang zum neuen mitgliederinternen Bereich im ABA-Netz haben, wenden Sie sich bitte an das ABA-Büro in Dortmund. Von dort erhalten Sie eine E-Mail mit Ihren Zugangsdaten. Bitte bei der Anfrage nach Möglichkeit Ihre Mitgliedsnummer mitteilen!

Weltspieltag 2010

Mehrfach wurde im i-Punkt auf ihn hingewiesen: Am 28. Mai 2010 fand zum dritten Mal der Weltspieltag statt, der vom Bündnis Recht auf Spiel ausgerufen wurde.

Ziel war es bei allen Aktionen, die Erwachsene für Kinder angeboten haben, darauf hinzuweisen, dass Kinder zuwenig Platz und Gelegenheit haben, nach ihren Bedürfnissen zu spielen und zu entdecken, ohne Gefährdung durch Straßenverkehr oder Behütung durch Erwachsene. Auch in Nordrhein-Westfalen fanden an vielen Orten Veranstaltungen zum Weltspieltag statt.

So spielten allein in Rietberg über 3.000 Kinder auf dem ehemaligen Gartenschaugelände. Die Kommune sowie viele Vereine, Verbände, Kindereinrichtungen beteiligten sich und boten Aktionen für die Kinder an. Aufgrund des Erfolgs wird in Rietberg darüber nachgedacht, jedes Jahr am Weltspieltag in dieser Form teilzunehmen.

In Mettmann veranstalteten unter der Leitung des aktiven ABA-Mitglieds und Initiatorin der Spielplatzpaten Mettmann Nicola Hengst-Gohlke die Freiwillige Feuerwehr sowie andere Gruppen ein Fest, bei dem unter anderen eine Wasserbaustelle eingeweiht wurde.

In Mülheim/Ruhr veranstalteten ebenfalls die Spielplatzpaten in Verbindung mit dem Amt für Kinder, Jugend und Schule und anderen Gruppen den Weltspieltag und legten einen Schwerpunkt auf das (Wieder)entdecken von alten und neuen Spielen.

Auch in Dortmund ging es darum, Spiele und Spiel neu zu entdecken. Außerdem informierte die Spielleitplanung. Im Kinderpark Herdecke wurde gespielt, in Unna ein neues Spielmobil eingeweiht. In Kerpen schließlich konnten die Kinder den Rathausvorplatz in eine Straßenmalkreidelandschaft umwandeln, die Jugendzentren luden ein z.B. zu „lauter lauten Spielen“ oder zu Spielen mit ausschließlich Naturmaterialien.

Auch in anderen Bundesländern gab es Aktionen, besonders viele in Berlin. So wurden Kinder eingeladen, auf dem Naturerfahrungsraum Gleisdreieck in Kreuzberg zu spielen. Sie konnten dort in der Hügel-Teich-Landschaft nach Herzenslust mit Wasser und Matsche spielen, herumtoben, die Hügel hinauf und hinunter rennen, von Stein zu Stein hüpfen, oder einfach im Gras liegen und träumen oder Hütten bauen. Das städtische Brachgelände Gleisdreieck wird seit Jahren mit Bürgerbeteiligung erschlossen, unter anderem mit Wohnungen für Familien. Dies ist ein Beispiel dafür, wie moderne Stadtplanung mit alten Brachflächen umgehen kann.

Nächstes Jahr wird es wieder einen Weltspieltag geben. Wir hoffen, dass das öffentliche Bewusstsein für die enormen Potenziale, die freies Spiel bietet, gestärkt wird: körperliche Bewegung, das Wecken von Neugier und Kreativität, Selbstbewusstsein im Umgang mit der Umwelt und anderen Kindern und vieles mehr. Aber am wichtigsten ist: Spielen ist ein elementares Grundbedürfnis von Kindern. Kinder haben ein Recht auf Spiel.

Dr. Christiane Richard-Elsner, Mitglied im Beirat des ABA Fachverbandes

i-Punkt 8/2010

Gerd Bollermann Regierungspräsident in Arnsberg

Am 19. Juli 2010 wurde Prof. Dr. Gerd Bollermann zum neuen Regierungspräsidenten in Arnsberg ernannt. Der 61-Jährige tritt die Nachfolge von Helmut Diegel an. Seit der Wahl im Jahr 2000 gehörte er der SPD-Fraktion des Landtages NRW an. Der gebürtige Sauerländer und überzeugte Dortmunder gehört zu den Gründungsmitgliedern des ABA Fachverbandes und besitzt als nach wie vor interessiertes Mitglied die Mitgliedsnummer 1. Der Verband wurde 1971 als Landesarbeitsgemeinschaft Abenteuer-, Bau- und Aktivspielplätze ins Leben gerufen. Seinerzeit war Gerd Bollermann auf dem kurzzeitig existierenden Abenteuerspielplatz in Dortmund-Lütgendortmund tätig.

Den Gründern ging es seinerzeit darum, die Idee des Abenteuerspielplatzes gesellschaftlich zu etablieren und die damals gegründeten politisch abzusichern. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Verbandes haben wir 1993 mit Gerd Bollermann ein Interview geführt. In diesem Gespräch können zahlreiche Facetten seines Engagements nachgelesen werden. Zu finden ist es im ABA-Netz  („Wir stellen uns vor“ -> „Verbandsgeschichte“ -> „Jugendpolitische Überlegungen aus Sicht eines aktiven Politikers“). Bevor Gerd Bollermann in den Landtag einzog, war er als Professor an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW tätig.

Bezüglich seiner Mitgliedschaft im ABA Fachverband betont er immer wieder, wie wichtig ihm diese sei; er käme nie auf die Idee, diese zu Lebzeiten zu beenden. Die langjährige Existenz des Verbandes und seine Weiterentwicklung zu einer der vier verbandlichen Organisationen in der AGOT-NRW hat ihn immer mit großer Freude erfüllt.

Lieber Gerd, der ABA Fachverband wünscht Dir für Deine neue Aufgabe in einer Behörde mit 2.000 Beschäftigten eine gute Hand und viel Erfolg! Deinem von der Presse zitierten Motto „Bildung ist unser wichtigster Rohstoff“ können wir ausdrücklich nur zustimmen – vor allem auch mit Blick auf die Offene Arbeit mit Kinder, Jugendlichen und Familien, ebenso Deiner Forderung nach mehr direkter Bürgerbeteiligung. Glück auf!

Rainer Deimel

i-Punkt 8/2010

Koalitionsvertrag zur Jugendpolitik in NRW

SPD und Grüne im nordrhein-westfälischen Landtag haben im Juli vor der Bildung einer neuen Landesregierung einen Koalitionsvertrag geschlossen. Zum Thema „Jugendpolitik heißt es dort unter anderem:

Jugendpolitik: Ein eigenständiges Politikfeld

Wir wollen die Jugendpolitik wieder zu einem eigenständigen und zentralen Politikfeld der Landespolitik machen. Durch gezielte Förderung wollen wir erreichen, dass alle Kinder und Jugendlichen im Land ihre individuellen Möglichkeiten und Begabungen entfalten können. Unser Leitmotiv dabei ist, die Partizipation zu stärken, unabhängig von sozialer oder ethnischer Herkunft und unabhängig vom Geschlecht. Wir wollen sicherstellen, dass Angebote für Jugendliche auch von allen Jugendlichen in Anspruch genommen werden können. Bestehende Hürden wollen wir abbauen, die Zielgruppenorientierung verstärken und benachteiligte Jugendliche besser fördern. Die Zusammenarbeit zwischen der Schule und der Jugendhilfe sollte dauerhaft, verlässlich und partnerschaftlich sein.

Das zentrale Instrument unserer Jugendpolitik in NRW ist der Kinder- und Jugendförderplan, den wir um 25 Prozent aufstocken werden. Weiterhin werden wir darauf hinwirken, bestehende bürokratische Hürden in den Verfahren der Mittelvergabe abzubauen und diese den Notwendigkeiten zeitgemäßer Kinder- und Jugendarbeit in allen Facetten anzupassen. Dazu gehört z.B. die jahresübergreifende Projektförderung. Die Mittelvergabe nach einem Sozialindex werden wir prüfen.

Koalitionsvertrag zu Kinderrechten in NRW

Zum Thema „Kinderrechte“ kann dem Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen im Landtag NRW entnommen werden:

Kinder haben Rechte!

In der Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen sind Kinderrechte bereits festgelegt. Wir setzen uns dafür ein, dass Kinderrechte auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert werden. Hierzu werden wir Initiativen ergreifen und andere Bundesländer bei entsprechenden Vorhaben unterstützen.

Im Deutschen Bundestag engagiert sich die Kinderkommission regelmäßig und fraktionsübergreifend für Kinderrechte und erörtert kinderpolitische Themen. Da sich diese Arbeitsweise bewährt hat, regen wir an, auch im Landtag von Nordrhein-Westfalen eine solche Kommission einzurichten. Dabei wollen wir ein eigenes Anrufungsrecht der Kinder verankern.

Elternverbände, die die Interessen gerade auch der jüngsten Kinder vertreten, sollen in Land und Kommunen stärker in die politischen Beratungen eingebunden werden.

Wer Kinderrechte erfüllen will, muss auch für präventiven Kinderschutz Sorge tragen. Viele Kommunen stehen vor dem Problem, Frühe Hilfen nicht in angemessener Weise anbieten zu können und stattdessen vermehrt spätere Interventionen finanzieren zu müssen, zu denen sie gesetzlich verpflichtet sind. Wir wollen deshalb neue Impulse bei den Frühen Hilfen setzen und für die Förderung der Erziehung in der Familie ein eigenes Ausführungsgesetz prüfen.

Wir wollen landesweit eine weitere Verbesserung der kommunalen Hilfesysteme und die Entwicklung guter sozialer Frühwarnsysteme entwickeln. Hierzu gehört auch die nachhaltige Stärkung des Kinderschutzes durch den Vorrang der Frühen Hilfen, die Einrichtung eines Berichtswesens und die Unterstützung der Qualitätssicherung. Um den Kinderschutz noch breiter gesellschaftlich zu verankern, wollen wir das Kompetenzzentrum Kinderschutz stärken.

In Nordrhein-Westfalen lebt fast jedes vierte Kind in Armut. Wir nehmen es nicht hin, dass Kinder in einem Teufelskreis aus Geldnot, Bildungsdefiziten, schlechter Ernährung, Krankheit und deren psychosozialen Folgen aufwachsen. Es gilt, Kinder für ihr späteres Leben stark zu machen und gleichzeitig die Ursachen für Kinderarmut zu bekämpfen. Hierzu liegen vielfältige Konzepte vor. Im Zentrum der Umsetzung muss stehen, dass allen Kindern unabhängig von der Lebenssituation ihrer Eltern ein Recht auf Teilhabe an materieller und gesundheitlicher Versorgung zusteht wie auch die individuelle Förderung im Bildungssystem von Anfang an.

Loveparade in Duisburg

Die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, erklärte zu der tödlichen Tragödie auf der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg: „Unser Entsetzen über das schreckliche Unglück bei der Loveparade in Duisburg lässt uns verstummen. Das ganze Land trauert um die jungen Frauen und Männer, die friedlich feiern wollten und bei diesem grauenhaften Drama ihr Leben verloren haben. Unsere Gedanken sind jetzt bei den Familien, Angehörigen und Freunden der Toten und der Verletzten.“

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen vom 24. Juli 2010

Abenteuerspielplätze: Rein ins Abenteuer!

"Hütten bauen, Brücken über den Bach schlagen, die Klamotten dabei richtig einsauen und danach Stockbrot im Feuer backen. All das lieben Kinder. Und all das geht auf einem Abenteuerspielplatz."

In einem "Service Spezial" berichtet die "Bleibgesund", das Mitgliedermagazin der AOK Westfalen-Lippe, über Abenteuerspielplätze. Vorstehend die vielversprechende Einleitung. Wir konnten mit der Redaktion übereinkommen, Ihnen den Artikel in Kürze zugänglich zu machen. Ab etwa Mitte August werden Sie ihn im Verzeichnis NAGEL-Redaktion im Bereich Presseberichte finden.

Im Netz der AOK Westfalen-Lippe heißt es ferner: "Auf Abenteuerspielplätzen gibt es für Kinder jede Menge zu entdecken." Auf der Seite mit einer Präsentation der besten Plätze in Westfalen-Lippe sind die einzelnen Plätze verlinkt.
Zur Abenteuerspielplatz-Seite der AOK

 

ABA Fachverband

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 3. September 2010

 

 

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