ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

März 2010

Grafik: Daniel Fritsche, Dortmund

Mitglieder im ABA Fachverband

Zum Jahreswechsel 2009/2010 haben wir unsere Mitgliederstatistik gründlich bereinigt. Erfahrungsgemäß provoziert eine Beitragserhöhung, wie sie die Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr beschlossen hat, immer einige Austritte. Solche, die uns erst nach Jahreswechsel erreichten, haben wir im Zuge der genannten Bereinigungsaktion gleich mit berücksichtigt und nicht bis zum Jahresende 2010 in der Datei belassen. Damit zeigen wir uns den Betroffenen gegenüber unbürokratisch und hoffen, uns selbst damit die Arbeit zu erleichtern.

Infolge dieses zum Teil radikalen Schnitts ist die Mitgliederzahl seit langem erstmalig scheinbar gesunken (von insgesamt 543 auf 517). Neben wenigen Austritten lässt sich das hauptsächlich damit begründen, dass wir eine ganze Reihe sogenannter „Karteileichen“ aus unserem Bestand genommen haben, nämlich solche früheren Mitglieder, deren Adressen nicht mehr aufzufinden waren, die seit mehr als zwei Jahren die Zahlung ihrer Beiträge verweigern usw. Leider waren bei diesen auch zwei ehemalige Vorstandsmitglieder – nun denn!

Laut Geschäftsordnung gibt es die Möglichkeit, dass Studenten bzw. andere einkommensschwache Mitglieder ihren satzungsgemäßen Beitrag gegen Nachweis reduziert bekommen können. Angepasst haben wir zum Teil auch die Beiträge solcher Mitglieder, die sich seit etlichen Jahren im Studium befinden. Von einigen wissen wir, dass sie mittlerweile einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Bitte überprüfen Sie die diesjährigen Abbuchungen bzw. Rechnungen und teilen Sie uns ggf. Unstimmigkeiten, die Ihnen auffallen, mit. Dies gilt selbstverständlich auch für die Trägerorganisationen.

Insgesamt sind wir trotz des scheinbaren Mitgliederrückgangs mit der Gesamtentwicklung zufrieden, zumal vor allem bei den Trägern der Jugendhilfe offensichtlich die Bedeutung des Verbandes deutlich zugenommen hat. Ein paar Beispiele aus der Statistik: Dem Verband gehören zurzeit 33 NRW-Kommunen bzw. –Jugendämter an, ebenso 46 Organisationen (freie Träger, Ortsverbände des Kinderschutzbundes usw.), 60 Abenteuerspielplätze (in der Regel über ihre Träger), 136 Jugendzentren, 24 Spielmobile, 10 Bürgerzentren und drei Kindergärten. Außerhalb Nordrhein-Westfalens gibt es 70 Mitglieder, zwei davon im Ausland.

Hier noch ein Hinweis bezüglich der GEMA-Vergünstigungen, die es im Rahmen der ABA-Mitgliedschaft gibt: Selbstverständlich geht unsererseits eine Information über einen Austritt an die GEMA, da mit dem Austritt die Rechtsgrundlage für die Besserstellung entfällt.

Zurzeit bemühen wir uns um einen Rahmenvertrag für eine Versicherung. Erreicht werden soll, dass sich ABA-Mitglieder fair und preisgünstig versichern lassen können. Nach Vertragsabschluss wird es dazu weitere Informationen geben.

Weltspieltag 2010

Das freie Kinderspiel im Freien, also Bolzen, Budenbauen, Bäumeklettern, Streiten, Versöhnen, im Matsch Spielen ist häufig in Vergessenheit geraten. Da es aber enorme Vorteile für die kindliche Entwicklung bringt und nicht zuletzt Spaß macht, gibt es das Bündnis „Recht auf Spiel“.  

Der vom Bündnis jeweils für den 28. Mai ausgerufene Weltspieltag wurde im letzten Jahr gut angenommen, vor allem auch von den Medien. Für dieses Jahr hat das Bündnis Plakate entwickelt, insgesamt zehn unterschiedliche, mit kurzen Botschaften wie „Spielen überwindet Grenzen“ oder „Kein gesundes Aufwachsen ohne Lärmen, Toben, Lachen“.

Auf diese Plakate und die dazu entwickelten Faltblätter möchten wir schon einmal hinweisen. Wir vom Bündnis hoffen, dass sich viele Menschen von diesen Botschaften angesprochen fühlen und das Material um den Weltspieltag herum in ihren Institutionen oder an anderen Stellen, zum Beispiel im Kindergarten, den das eigene Kind besucht, aushängen bzw. auslegen.

Auf nähere Einzelheiten werden wir im nächsten i-Punkt eingehen. Informationen zum Weltspieltag gibt es auch auf der Webseite des ABA Fachverbandes unter Weltspieltag 2010 oder auf der Seite des Bündnisses.unter www.recht-auf-spiel.de

Dr. Christiane Richard-Elsner, Vertreterin des ABA Fachverbandes im Bündnis „Recht auf Spiel“

Spiel!Platz ist überall – Seminar in Remscheid

Unter der Bezeichnung „Spiel!Platz ist überall“ - mit dem Untertitel „Die bespielbare Stadt gestalten und durchsetzen“ bot die Akademie Remscheid in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk im Februar eine sehr vielseitige Fortbildungswoche mit mannigfachen Anregungen und Praxisbeispielen.

Begleitet wurde die Veranstaltung von Evelyn Knecht (Spielraum Stadt e.V., München) und 3 weiteren Dozenten, darunter der Landschaftsarchitekt Dirk Schellhorn (u.a. Nationaler Aktionsplan für ein kindgerechtes Deutschland) und Holger Hofmann vom Deutschen Kinderhilfswerk.

„Wie erkunde ich mit Kindern ihren Stadtteil“ war genauso Thema wie Spielleitplanung und Stadtplanung mit Beteiligung, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit und rechtliche Rahmenbedingungen.

Neben der Erfahrung der Dozenten / Dozentin beeindruckte das Fotomaterial, das Beteiligungen und deren Ergebnisse wiedergab. Ein Planspiel, „Fallbesprechungen“ sowie eine Exkursion zum Jugendplatz in Hennef boten zudem einen guten Praxisbezug. Bereichernd waren ebenfalls die unterschiedlichen Berufsgruppen der  Teilnehmer, die gegenseitig neue Sichtweisen ermöglichte. Eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung!

Persönlicher Kommentar: Beeindruckt hat mich persönlich ein Foto von Holger Hofmann – ein Mädchen auf einer Riesenrutsche mit weit aufgerissenen Augen und entsetztem Gesicht (fast wie fotomontiert). Ein Mädchen, das wieder und wieder diese Rutsche erklomm, so Hofmann. „Das ist was Kinder wollen: An die Grenze gehen!“ Oder der Satz von Dirk Schellhorn: „Kinder brauchen Pfützen auf den Straßen und Löcher im Zaun.“ Schellhorn verwies auch auf Alexander Mitscherlich „Die Straße ist der Bildungsort Nummer 1“.

Angela Schäfer, Mitglied im Leitungsteam Spielplatzpaten im ABA Fachverband

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 1. April 2010

 

ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.| Clarenberg 24 | D-44263 Dortmund | e-mail: ABA@ABA-Fachverband.org