ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

Pressemitteilungen 2010

Rückblick auf die Landeskonferenz der Spielplatzpaten NRW 2010

Am 13. November 2010 fand in Hilden die 11. Landeskonferenz der Spielplatzpaten NRW statt. Interessierte können sich auf einer spziellen Seite informieren. Zur Spezialseite wechseln

39. Internationaler Spielmobilkongress 2010 im Ruhrgebiet

Passend zur Kulturhauptstadt „Ruhr 2010“ wird der 39. Internationale Spielmobilkongress vom 29. September bis zum 3. Oktober 2010 im Ruhrgebiet stattfinden; passend ist diese Veranstaltung insofern, da es gerade Spielmobile in der Szene der Offenen Arbeit mit Kindern mit ihren Aktivitäten schaffen, immer wieder auch ihre kulturpädagogische Intention eindrucksvoll in die Öffentlichkeit zu tragen.

Der letzte dieser Kongresse fand vor nunmehr 22 Jahren in Nordrhein-Westfalen – 1988 in Düsseldorf – statt. Veranstalter der diesjährigen Großveranstaltung ist der ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Möglich wird dies durch die Unterstützung des NRW-Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration. Als geradezu selbstverständlicher Partner ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile mit an Bord. Erfreulicherweise konnte auch die Universität Duisburg-Essen – Campus Essen – als wichtiger Kooperationspartner gewonnen werden. Vor allem für die Grundsatzreferate und die geplanten Theorieveranstaltungen sowie Workshops stellt die Universität ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.


Foto: Spielmobil "Dicker Brummer", Oberhausen (Foto: Ruhrwerkstatt)


Kongress-Motto „Veränderte Kindheit“

Bezüglich der Kinder- und Jugendarbeit ist die Universität Duisburg-Essen kein unbeschriebenes Blatt. Aus diesem Grund wird sich beispielsweise die Fakultät für Bildungswissenschaften inhaltlich in den Kongress einbringen.

Dr. Bruno W. Nikles, tätig als Professor für Sozialplanung im Fachbereich Bildungswissenschaften sowie am Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik, wird als Ko-Veranstalter über die Wirksamkeit der Offenen Arbeit mit Kindern referieren. Beleuchten wird er ferner die Herausforderungen, denen sich die pädagogische Arbeit in Zukunft zu stellen hat. Einen aktuellen Forschungsbezug kann er herstellen als hauptverantwortlicher Wissenschaftler im Rahmen des in NRW zu organisierenden Qualitätsverbundes – Nachfolge der bisherigen Wirksamkeitsdialoge.

Erfreulicherweise konnte als Universitätsangehöriger und Ko-Veranstalter auch Dr. Werner Schmidt gewonnen werden, der als Universitätsprofessor an der Fakultät in der Abteilung Sport- und Bewegungswissenschaften tätig ist. Ihm sind zahlreiche – auch und gerade für die Offene Arbeit mit Kindern – wichtige Erkenntnisse über die Aktionsmöglichkeiten junger Menschen und Konsequenzen daraus zu verdanken. Seine Forschungsgebiete liegen unter anderem in der Kindheits- und Spielforschung.


Foto: Spielmobil "Rollmobs", Bottrop (Foto: Spielmobil Bottrop)

Als weiteren Hauptreferenten konnte Professor Dr. Benedikt Sturzenhecker von der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft (Schwerpunkt Sozialpädagogik und außerschulische Bil-dung) von der Universität Hamburg engagiert werden. Seine brillanten, oftmals scharfzüngigen Erkenntnisse zur Kinder- und Jugendarbeit und ihren Perspektiven finden in der Fachwelt uneingeschränkten Widerhall.

Prof. Dr. Ulrich Deinet vom Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften an der Fachhochschule Düsseldorf – dort zuständig für Didaktik und methodisches Handeln – wird mit zahlreichen neuen Erkenntnissen zur Kooperati-on von Offener Kinder- und Jugendarbeit und Schule aufwarten, deren Realisierungschancen beleuchten und aufzeigen, wo noch Barrieren überwunden werden müssen.

Schließlich wird sich noch Dr. Wolfgang Mack in den Kongress einbringen, tätig als Juniorprofessor am Institut für allgemeine Sonderpädagogik an der PH Ludwigsburg. Unter anderem gehören zu seinen Forschungsschwer-punkten die Themen Lebensbewältigung, Integration sowie Zukunftskonzepte zur Entwicklung einer Sozialen Stadt für Kinder und Jugendliche. Sein Schwerpunkt beim Kongress: Lernen im Lebenslauf – formale non-formale und informelle Bildung: die mittlere Jugend (12 bis 16 Jahre); ferner: Gutachten im Auftrag der Enquetekommission „Chancen für Kinder“ des Landtags NRW.

Neben den Fachvorträgen wird es an zwei Tagen während des Kongresses ebenfalls eine breite Palette von Workshops und Foren geben, die sich mit unterschiedlichen Themen befassen – allesamt relevant für die Offene Arbeit mit Kindern: Einsatz von Feuer, Fotografie, organisierte Spiele im Freien, Theater, Skulpturenbau, Spielgeschichten und anderes mehr. Eine detaillierte und laufend aktualisierte Übersicht steht im Internet zur Verfügung.

"Spielen die Welt entdecken" - unter diesem Leitspruch finden zeitgleich an fünf Orten dezentrale Spielfeste im Ruhrgebiet statt

Ein Spielmobilkongress führe nur die halbe Miete ein, würden nicht die Fahrzeuge selbst mit ihren beeindrucken-den Möglichkeiten zum Einsatz gelangen. Neben den ca. 150 Teilnehmer(inne)n erwarten die Veranstalter auf zahlreiche Beteiligung der Spielmobile. Diese werden am 2. Oktober 2010 in fünf dezentrale Spielfeste quer durch das Ruhrgebiet dabei sein. Dezentrale Veranstaltungen wird es in Bottrop, Scharnhorst (Dortmund), Essen, Wanne-Eickel (Herne) und Oberhausen geben, die jeweils in Kooperation mit den Kommunen veranstaltet werden unter dem Motto „Spielend die Welt entdecken!“ Diese dezentralen Schwerpunkte sorgen für eine nachhaltige Wirkung im gesamten Ruhrgebiet – über Essen hinaus.

Die Anreise ist übrigens für den 22. September 2010 vorgesehen. Die Teilnehmer werden im Ruhrstadt-Hostel in Bottrop sowie in der Jugendherberge in Essen-Werden untergebracht. Das zentrale Tagungsbüro öffnet in den ersten Tagen seine „Schalter“ an der Universität auf dem Campus in Essen.

Mitarbeiter(innen) von Abenteuerspielplätzen, aus Jugendzentren und Spielplatzpaten sind sehr willkommen, an diesem Kongress teilzunehmen und sich mit Kolleg(inn)en aus angrenzenden Berufsfeldern  auszutauschen. Auch in Schulen tätige Pädagog(inn)en) sind herzlich eingeladen, sich mit den mobilen Projekten auszutauschen und Aktionen in den Schulen zu vereinbaren. Der Kongress ist so organisiert, dass auch einzelne Tage gebucht werden können.

Dem Vorbereitungs- und Organisationsteam gehören Stefan Melulis (Ruhrwerkstatt Oberhausen), Nadine Puy-laert (Stadt Bottrop), Gerhard Knecht (BAG Spielmobile), Horst Oesterwind-Stiller (OELC-IT, Beratung für gemeinnützige Unternehmen und ABA Fachverband), Rainer Deimel (ABA Fachverband) und Eva Hofmann (Spielpädagogin und ABA Fachverband) an. Eva Hofmann hat freundlicherweise die Gesamtkoordination für den Kongress übernommen und ist über spielmobilkongress2010@ABA-Fachverband.org zu erreichen.

Ganz besonders bedanken sich die Veranstalter beim Land NRW für die freundliche Förderung der Veranstal-tung, die über den „Pakt mit der Jugend“ (NRW-Kinder- und Jugendförderplan) realisiert werden konnte. Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilte im Namen des Ministers Armin Laschet Ende Februar 2010 mit: „Der Internationale Spielmobilkongress verfolgt einen begrüßenswerten sozialpädagogischen und kulturpädagogischen Ansatz. Er fügt sich zudem hervorragend in das Kulturhauptstadtjahr RUHR 2010 und in den Pakt mit der Jugend ein. Vor diesem Hintergrund wird Minister Laschet das Projekt gerne unterstützen.“

Dortmund/Essen, 1. April 2010

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Umfassende Informationen zum 39. Internationalen Spielmobilkongress im Ruhrgebiet (hier klicken!)

 

4. Fachtag der Organisator(inn)en der Spielplatzpaten in Hilden

Der 4. ABA-Fachtag für die Organisator(inn)en der nordrhein-westfälischen Spielplatzpaten fand am 9. März in Hilden statt. Schwerpunkt des Vormittags war die Organisation und Struktur des Patenmodells in der Stadt Hilden, den zwanzig Teilnehmer(innen) vorgestellt durch den verantwortlichen Mitarbeiter Mike Dörflinger. Ein Aspekt: Umgang mit Beschwerden und die konstruktive Einbindung von Beschwerdeführern in die Arbeit der Paten. Mehr zu den Hildener Paten auf der Seite www.hilden.de -> Kinder/Jugend/Familie -> Freizeitangebote -> Spielplätze -> Spielplatzpaten.

Auf geradezu euphorische Zustimmung stieß die Präsentation der Arbeit des Abenteuerspielplatzes Hilden. Ein gemeinsamer Besuch dieser Einrichtung fand in der Mittagszeit statt. Die Teilnehmer(innen) waren sich einig: Solche pädagogisch betreuten Spielplätze muss es deutlich häufiger, am besten flächendeckend (vgl. 10. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung, S. IX, Punkt 19), geben. Die diesjährige Landeskonferenz der Spielplatzpaten NRW wird ebenfalls in Hilden stattfinden. Diese Gelegenheit sollte auf jeden Fall genutzt werden, auch den Ehrenamtlichen dieses wahre Kleinod vorzustellen. Mehr zum Hildener Abenteuerspielplatz:
Link zur Präsentation des Abenteuerspielplatzes Hilden
Weiteres in Rubrik „Qualität: Inspiration“ im ABA-Netz

Zu den an zehn verschiedenen Standorten stattgefundenen „Tagen der Spielplatzpaten 2009“ gab es einen resümierenden Rückblick. Mit Freude wurde zur Kenntnis genommen, dass es auch 2010 wieder solche Tage geben wird. Dafür sind sechs neue Örtlichkeiten geplant. Ferner wird es zwei gezielte Fortbildungsveranstaltungen für die Paten geben. Der i-Punkt wird weiter berichten. Weitere Informationen im ABA-Netz:
Patenprojekt im "Pakt mit der Jugend"
Spielplatzpaten

Auf besonderes Interesse stieß während der Tagung auch der 39. Internationale Spielmobilkongress, der vom 29. September bis zum 3. Oktober 2010 im Ruhrgebiet stattfinden wird.
Info

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung war die Vorstellung der mobilen Kindersprechstunde, die das Kinderbüro Oberhausen organisiert. Der Vortrag von Anita Takyi von der Stadt Oberhausen wurde als interessante und nachahmenswerte Idee aufgenommen.
Weitere Informationen (Kinderbüro unterwegs)

Hinsichtlich des ebenfalls geplanten inhaltlichen Schwerpunkts „Beteiligung/Beteiligungsprojekte“ waren sich die Anwesenden einig, dass eine fundierte Beschäftigung hiermit künftig dringend erforderlich ist. Ein weiteres Thema, das es zu bearbeiten gilt, ist die kritische Auseinandersetzung mit dem Aspekt „Ehrenamtlichkeit – doch eine Gefährdung von Stellen im sozialen Bereich?“ Bislang – und dies konnte auch durch eine Erhebung des ABA Fachverbandes im Jahr 2008 bestätigt werden – lässt sich immer noch konstatieren, dass es umso besser gelingt, Ehrenamtliche zu rekrutieren, je mehr der Träger der Jugendhilfe in Hauptamtlichkeit investiert. Forderungen aus der Politszene etwa zum mehr oder weniger erzwungenen Einsatz von Hartz-IV-Betroffenen lassen es sinnvoll erscheinen, zu diesem Thema sich als Verband möglichst bald fachlich und politisch zu positionieren. (de)

Dortmund, 1. April 2010

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 5. Oktober 2010 (de)

 

ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.| Clarenberg 24 | D-44263 Dortmund | e-mail: ABA@ABA-Fachverband.org