ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Der Verband für
handlungsorientierte Pädagogik 

 
 
 
 
     
       

Pakt mit der Jugend: Der Beginn

Landesregierung schließt Pakt mit der Jugend

Die Staatskanzlei und das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilen mit:

Die Landesregierung hat am 4. Juni 2008 mit den nordrhein-westfälischen Dachverbänden der Jugendorganisationen den „Pakt mit der Jugend“ geschlossen. Nach dem Abkommen wird das Land Nordrhein-Westfalen jährlich mehr als 80 Millionen Euro für die Jugendarbeit zur Verfügung stellen. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: „Die nordrhein-westfälische Jugendpolitik ist durch den Pakt mit der Jugend einen großen Schritt weitergekommen. Er stellt sicher, dass die Interessen der jüngeren Generationen auch künftig gewahrt werden. Dies ist uns in enger Zusammenarbeit mit den Jugendlichen und ihren Organisationen gelungen - ein in unserem Land noch nie dagewesener Prozess, der deutlich macht, wofür Nordrhein-Westfalen steht: ein Klima des Miteinanders, das jüngeren Menschen neue Gestaltungs- und Entfaltungschancen bietet.“

Ziele des Bündnisses sind:

  • Förderung von Bildung und gemeinsame Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf zusammen mit den Jugendlichen
  • Stärkung der Integration über interkulturelle Projekte mit Jugendlichen
  • Stärkung der Demokratie durch bessere Beteiligung von Jugendlichen an den politischen Diskussionen
  • Festigen des Generationenzusammenhalts
  • Fördern des europäischen Gedankens und Stärkung des Bewusstseins für die Chancen und Perspektiven der Einen Welt

Generationenminister Armin Laschet wies auf die Bedeutung des Pakts in Zeiten des demografischen Wandels hin: „Das Bündnis verleiht der Jugend eine neue, unverwechselbare Stimme. Jugend will mitentscheiden und Verantwortung übernehmen. Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der der Anteil jüngerer Menschen kontinuierlich sinkt. Im Jahr 2010 wird es in unserem Land erstmals mehr Menschen geben, die älter als 65 Jahre sind, als Menschen unter 20 Jahren.“ Ministerpräsident Rüttgers und Integrationsminister Laschet betonten, dass der Pakt mit der Jugend ein Bündnis mit allen Kindern und Jugendlichen sei. Integrationsminister Laschet: „Wir müssen die Kinder mit Zuwanderungsgeschichte stärker ansprechen. In der Kinder- und Jugendarbeit können wir jetzt noch mehr Brücken zwischen den Kulturen bauen.“

Zu den Bündnispartnern zählen neben dem Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration der Landesjugendring Nordrhein-Westfalen e. V., die Arbeitsgemeinschaft „Haus der offenen Tür" NRW, die Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit Nordrhein-Westfalen e. V., die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Nordrhein-Westfalen und das Paritätische Jugendwerk NRW (alle Mitgliedsverbände).

Jugendminister Laschet zeigte sich erfreut, dass es gelungen ist, alle Organisationen von der Idee des Pakts zu überzeugen. „Mehr Beteiligung, mehr Bildung, mehr Integration – so lautet das Gebot der Stunde in der Jugendpolitik. Der Pakt greift es auf und unterstützt die Verbände, dies in konkrete Projekte umzusetzen.“ Mit der Finanzierung durch das Land Nordrhein-Westfalen werde der Jugendarbeit neues Gewicht verliehen und deren Rolle in einer zeitgemäßen Generationenpolitik gefestigt.

In Nordrhein-Westfalen leben rund 6,3 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 27 Jahren (Schwerpunkt: 6- bis 18-Jährige). Der Pakt mit der Jugend erreicht etwa ein Drittel der Kinder und Jugendlichen (etwa 2,1 Millionen). Berücksichtigt man die mögliche Multiplikatorenwirkung in den Vereinen und Verbänden, könnte der Pakt seine Wirkung auf rund zwei Drittel aller jungen Menschen in Nordrhein-Westfalen entfalten.

Weitere Informationen zum Pakt gibt es ab sofort in einem neuen Jugendportal, das derzeit von Jugendlichen für Jugendliche als Informations- und Kommunikationsplattform in Nordrhein-Westfalen ausgebaut wird. Die Startseite wurde am 4. Juni 2008 von Minister Laschet im Düsseldorfer Apollo-Theater freigeschaltet: „Bei yougle werden junge Mensche selbst aktiv. Sie können sich einbringen und etwas bewegen“.

Pressemitteilung der Landesregierung als PDF herunterladen

 

Weitere Informationen

Die vollständige Liste mit den nordhrein-westfälischen Jugendverbänden, die dem Pakt mit der Jugend angehören steht zum Herunterladen bereit.
Liste herunterladen

 

Was ist yougle!?
yougle! ist das erste landesweite Projekt im Rahmen des „Paktes mit der Jugend“, den die nordrhein-westfälische Landesregierung 2008 mit den landesweiten Trägern der Jugendarbeit geschlossen hat. yougle! bietet auf www.yougle.nrw.de allen Bereichen Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen eine Plattform für eigene Aktivitäten. Die vielfältigen Facetten der Jugendarbeit können so regional und themenspezifisch abgebildet werden.

Warum yougle!?
Alle Aktiven der Jugendarbeit in NRW haben  auf yougle! die Möglichkeit, ihre Form des Engagements in der Jugendarbeit darzustellen und dafür zu werben, sowie sich zu vernetzen und entlang ihrer Interessen ein spannendes und vielfältiges Jugendportal mit zu gestalten. Als erstes landesweites Jugendportal kann yougle! Verbände, Vereine, Gruppen und Initiativen der Jugendarbeit in NRW und mit ihren Aktivitäten in einem breiten Spektrum abbilden. Als gemeinsamer öffentlicher Ort im Netz bietet es zudem die Möglichkeit, die Vielfalt der Ideen und Angebote und das große Engagement, mit dem Jugendliche sich in die Jugendarbeit einbringen, allen Jugendlichen in NRW zugänglich zu machen und hier  neue Kommunikations- und Informationswege zu öffnen.

Als zentrales Jugendportal des „Paktes mit der Jugend“ berichtet yougle! auch über die im Pakt mit der Jugend entstehenden Aktivitäten und zentralen Projekte. Darüber hinaus verlinkt es die am Pakt beteiligten Organisationen auf der Plattform. yougle! wird somit das erste übergreifende Jugendportal unterschiedlicher Träger der Jugendarbeit in NRW.

Wer kann mitmachen?
ALLE Aktiven in der Jugendarbeit in NRW und deren Vertreter/innen, egal ob ehren- oder hauptamtlich, als Teilnehmer/in oder Interessent/in.

Bereiche im Yougle-Netz
Nach der Anmeldung auf www.yougle.nrw.de erhalten Sie die Möglichkeiten:
 -  in den Kalender Ihre Termine selbständig einzutragen.
-  im Bereich Wer, Was, Wo Ihre Einrichtung sowie die dort aktiven Gruppen vorzustellen. Denn auch diese können sich bei yougle! ein Profil erstellen und sich mit Ihnen und mit anderen Gruppen vernetzen. 
-  in der Rubrik Vor Ort eigene Berichte, Fotos, Video- und/oder Podcasts über Projekte oder
Veranstaltungen einzustellen.
-  in der Rubrik Wir wollen zu monatlich wechselnden Aspekten des Themas 2009 „Jugendmedienarbeit“ mit zu diskutieren.
-  als Contentpartner in der Rubrik Schule und dann mit zu wirken.
-  auf Ihre Wettbewerbe aufmerksam zu machen bzw. sich an anderen zu beteiligen.
-  unter Schau mal Ihre Fotoalben anzulegen.
-  den Pakt  mit der Jugend nach zu lesen. 
-  mit yougle!-Redakteuren Kontakt auf zu nehmen und sie einzuladen.

Kontakt
Dörte Schlottmann (Projektleitung)
0221 – 130 56 15 – 14
Markus Krämer (Koordination)
0221 – 130 56 15-0

 

 


Auf der Eröffnungsveranstaltung am 4. Juni 2008 für die AGOT-NRW unterwegs: Ricarda Koch (Mitte) und Jessica Roch (rechts) vom Verein "Jugend in Oer-Erkenschwick" im Gespräch mit Jugendminister Armin Laschet (links) und Ministeriumsabteilungsleiter Jugend Prof. Klaus Schäfer (Mitte)

Der Text des Paktpapiers, über das Ricarda und Jessica mit dem Minster diskutieren, ist zum Herunterladen für Interessierte hier eingestellt.
Herunterladen


Auf der Eröffnungsveranstaltung am 4. Juni 2008 für die AGOT-NRW unterwegs (von links nach rechts): Jessica Roch, Minister Armin Laschet, Ricarda Koch und Eva Jostarndt vom Verein "Jugend in Oer-Erkenschwick".


Auf der Eröffnungsveranstaltung am 4. Juni 2008 für die AGOT-NRW artistisch unterwegs: Alex Sarantopoulos (links) und Martin Schneider (rechts) vom "Rheinvarietè" des Kölner Jugendparks (Jugendzentren Köln)


Auf der Eröffnungsveranstaltung am 4. Juni 2008 für die AGOT-NRW artistisch unterwegs: Alex Sarantopoulos (oben) und Martin Schneider (unten) vom "Rheinvarietè" des Kölner Jugendparks (Jugendzentren Köln)

 

Kritik übte die "NRZ" vom 6. Juni 2008:

Pakt zum Nulltarif

Es war nur Zufall, dass bei der Auftaktveranstaltung zum „Pakt mit der Jugend" in Düsseldorf ein „Vampirtanz“ aufgeführt wurde. Spöttern könnte dazu einfallen, dass sich die schwarz-gelbe NRW-Koalition bei den Jugendverbänden bisher vor allem als Blutsauger hervorgetan hat. Und man muss daran erinnern: Der vom letzten Landtag nach einer erfolgreichen Volksinitiative gefasste Beschluss aller Fraktionen, den Jugendförderplan dauerhaft auf 96 Millionen Euro aufzustocken, wurde nie umgesetzt. Auch die nun verkündete Erhöhung von 75 auf 80 Millionen Euro entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Zahlenspielerei im Etat. Schöne Worte, mit denen die an sich richtigen Ziele des „Pakts" dekoriert wurden, können aber den Wortbruch bei der Finanzierung nicht ausgleichen. Verbände mussten Angebote streichen und Personal entlassen, das sie durch Ehrenamtler ersetzt haben. Eigentlicher Gewinner ist die Landesregierung. Sie hat die gerade noch protestierenden Jugendvertreter politisch eingebunden, ohne auch nur einen Cent mehr zu zahlen.
NRZ vom 5. Juni 2008 – Von Theo Schuhmacher

Kritisch äußert sich auch die Landtagsfraktion der Grünen. Ihre Pressemitteilung "Inszenieren statt finanzieren" steht hier zum Herunterladen zur Verfügung.
Herunterladen

Im Portal derWesten.de wurde unter der Fragestellung "80 Mio. Euro für die NRW-Jugend - So weniger Benachteiligung?" eingerichtet. Man gelangt mittels eines Klicks auf nachstehendes Logo dorthin.

 

Pakt mit der Jugend - Bärendienst für die NRW-Jugendpolitik

Ein Kommentar von Norbert Kozicki

Vor zwei Jahren kürzte die schwarz-gelbe Landesregierung in einem vom Landtag schon beschlossenen Gesetz über 21 Millionen Euro für die Kinder- und Jugendarbeit. Die Jugendarbeit in NRW reagierte mit einer Volksinitiative und sammelte über 500.000 Unterschriften gegen diese Kürzungspolitik der schwarz-gelben Landesregierung. Heute unterschreiben diese Jugendfunktionäre auf Landesebene, die vor zwei Jahren alle diese Volksinitiative mitgetragen haben, einen Pakt mit dieser Landesregierung, die auf die große Breitenwirkung der Volksinitiative nicht reagierte. Das zum Stichwort "politische Partizipation von Jugendlichen" und Kontinuität in der nordrhein-westfälischen Jugendpolitik. Die Jugendfunktionäre, die diesen Pakt mit der Landesregierung unterzeichnet haben, haben die jugendpolitischen Positionen aus den Zeiten der Volksinitiative geräumt, ohne auch nur einen Cent mehr für die Kinder und Jugendlichen in NRW herausgeholt zu haben. Sie haben der Jugend und der Jugendpolitik einen Bärendienst erwiesen. Geld ist scheinbar vorhanden, wenn man in anderen Politikfeldern sieht, dass in den vergangenen Wochen kurzfristig 175 Millionen Euro für die Ganztagsschulen im  Haushalt aufgebracht wurden. Aber wozu braucht die außerschulische pädagogische Kinder- und Jugendarbeit mehr Geld? Wir haben ja jetzt einen Pakt und ein Internetportal. Das muss für die Kinder- und Jugendarbeit reichen.
Norbert Kozicki 6. Juni 2008 (Quelle: www.fbf-nrw.de)

 

Landtag NRW befasst sich mit dem "Pakt mit der Jugend"

Am 19. Juni 2008 wird sich der Landtag NRW mit dem "Pakt mit der Jugend" befassen. Hierzu haben die Fraktionen von CDU und FDP einen Antrag vorbereitet. Dieser soll anschließend an den Ausschuss für Generationen, Familie und Integration (sowie an den Ausschuss für Schule und Weiterbildung und den Ausschuss für Frauenpolitik). Die abschließende Beratung und Abstimmung soll im Ausschuss Generationen, Familie und Integration in öffentlicher Sitzung erfolgen.
Antrag herunterladen

 

Entwurf für den NRW-Landeshaushalt 2009

Für die Kinder- und Jugendarbeit keinen Cent mehr
In seiner Pressemitteilung vom 24. Juni 2008 weist das Falken Bildungs- und  Freizeitwerk NRW darauf hin, dass sich der "Pakt mit der Jugend" im Entwurf zum Landeshaushalt 2009 nicht wiederfindet.
Pressemitteilung herunterladen

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 4. September 2009

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